Gemeindebrief 76 erschienen – Was mein Leben reich macht

GemeindebriefDer aktuelle Gemeindebrief wird in den kommenden Tagen in den Haushalten unserer Gemeindeglieder verteilt.

Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist dieses Mal
“Was mein Leben reich macht”

Sie haben den “Brief an die Gemeinde” nicht erhalten? Dann melden Sie sich bitte im Gemeindebüro, damit Ihre Adresse überprüft werden kann. Sie finden den aktuellen Gemeindebrief aber auch in den Informationsständern unserer Kirchen oder hier als Download.

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Mein Haus, mein  Auto, mein Boot.“

Viele von Ihnen kennen diese Werbung sicher noch aus dem Fernsehen. Reichtum definiert sich hier als Besitz von materiellen Gütern. Wie steht unser christlicher Glaube eigentlich zu Reichtum? Zunächst könnte man sagen, sie stehen sich gegenüber. Kritisiert Jesus es doch, wenn Menschen Reichtümer anhäufen und Schätze sammeln. Doch im Matthäusevangelium erzählt er auch einmal anders. Ein Mensch findet beim Pflügen eines Ackers plötzlich einen wertvollen Schatz. In seiner Freude verbarg er ihn, ging hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Was der glückliche Finder mit dem Schatz gemacht hat, wissen wir nicht. Aber es scheint wichtig, dass er ihn erworben hat, dazu rechtmäßig. Also: Schätze finden, reich sein, ist bei Jesus gar nicht so anstößig, wie man vermuten könnte.

In einer allwöchentlichen Rubrik einer deutschen Wochenzeitung gibt es eine Rubrik, die den Titel trägt: „Was mein Leben reicher macht“.

Leserinnen und Leser erzählen dort ihre persönlichen Erlebnisse. Da heißt es dann: „Unser Balkon, der ab Mittag im Vollschatten liegt“ oder „Das Strahlen meines Sohnes, als er sein Abiturzeugnis in den Händen hält“ oder „Mein supervergesslicher Physiklehrer, der nicht nur jede Stunden meinen Namen vergaß, sondern auch am Ende des Schuljahres nicht daran dachte, meine Fehlzeiten einzutragen“.

Kleine Dinge machen das Leben reich

Es sind die kleinen Dinge, die unser Leben reich machen. Ob wir krank oder gesund sind, ob wir gerade Glück oder Unglück haben, ob wir materiell viel oder wenig haben, wir erleben alle kleine oder größere Dinge, die unser Leben reich machen.Wenn ich allerdings in meinen Gedanken zu sehr mit anderem beschäftigt bin, dann passiert es, dass ich solche Glücksmomente übersehe oder übergehe. Um sie wahr zu nehmen, braucht es Achtsamkeit für das, was mir gerade vor den Füßen liegt, wie jener Tagelöhner. Er hielt inne, als sein Pflug eine Störung meldete, ließ sich unterbrechen und entdeckte auf diese Weise den Schatz.

In dieser Ausgabe erzählen Gemeindeglieder, was ihr Leben reich macht. Ich denke, sie tun dies mit der eben beschriebenen Achtsamkeit. Heute am 17. Juli 2018 macht mein Leben reich: Am Abend in Stille und Harmonie dem Abendgesang der Vögel lauschen und den Tag abschließen

Ihr

Pfarrer Gebhard Müller

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