Capo-Konzert in der Kulturkirche – Bericht im Kölner Stadtanzeiger

CapoZum ersten Mal präsentierten sich die jugendlichen Musiker des Jugendzentrums Capo in der Evangelischen Kulturkirche Bedburg. Und der Erfolg blieb nicht aus. Das Publikum war begeistert und auch Pfarrer Müller ist sich sicher, dass diese Zusammenarbeit fortgeführt werden muss.
Hier gibt es neben Fotos auch einen Bericht aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 21.07.2018.

Hart geprobt für den großen Auftritt

VON MARCO FÜHRER
Bedburg. Für jeden Nachwuchsmusiker des Jugendzentrums Capo kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem er zum ersten Mal auf der Bühne steht. Auch die vier Jungs von „Rules of Fools“ sind da keine Ausnahme. Sie sollten das Publikum in der Kulturkirche unterhalten, bevor die erfahreneren Capo-Musikgruppen „Struck by Rhythm“ und „Maybe Professional“ die Bühne betraten.

Er sei sehr aufgeregt, sagte Schlagzeuger Elias Spohr vor dem Auftritt der vierköpfigen Band. „Aber auf der anderen Seite bin ich auch erleichtert. Endlich können wir mal spielen.“ Zunächst war ihnen die Nervosität deutlich anzusehen: Zögerlich begannen die Vier mit dem Lied „Fly Away“ von Lenny Kravitz. Schnell wuchsen sie aber über sich hinaus. Das ließ sich vor allem an Sänger Paul Gehrmann beobachten, der als letztes Mitglied erst im März 2018 zur Band gestoßen ist. Anfangs sang Gehrmann noch mit leiser Stimme, den Text des Red Hot Chili Peppers Lieds „Dani California“ trug er schon deutlich lauter und selbstsicherer vor.

Für den musikalischen Capo-Nachwuchs fand Anne Sass lobende Worte. Seit Capo-Leiter Christoph Eisenbarth im vergangenen Jahr in Ruhestand ging, organisiert sie die Veranstaltungen des Jugendzentrums. „Normalerweise sind bei uns Proben einmal die Woche üblich. Aber den Jungs war das nicht genug“, erzählte Sass. Seit Januar trafen sich die Zwölf- bis 14-Jährigen zweimal die Woche, um an ihrem musikalischen Können zu feilen.

Stolz war Sass auch auf die Gesangsgruppe „Struck by Rhythm“. Die elf Jugendlichen entpuppten sich als stimmgewaltige Sänger, die von der Akustik der Kulturkirche profitierten. Im Wechsel widmeten sich Solisten der Popmusik mehrerer Jahrzehnte, darunter Duffys „Mercy“, „Wonderwall“ von Oasis und „Castle on the Hill“ von Ed Sheeran. Unterstützt wurden die Solisten dabei von einem Background-Chor. Auch die Gesangsgruppe hatte unter Sass’ Aufsicht ein halbes Jahr, um an Tonsicherheit und mehrstimmigem Gesang zu feilen. Bis zum Schluss probte sie das Lied „Run to you“. Für die A-cappella-Version des Stücks musste schließlich jeder Ton stimmen.

Viel Applaus

Zum Abschluss des Abends spielte die Band „Maybe Professional“ um Sängerin Tamara Giesen. Die Bühnenerfahrung von zwei Jahren war der Bedburger Band anzusehen. Außerdem wurde die Gruppe im Vorfeld von Michael Kern gecoacht, dem Gitarristen der deutschlandweit bekannten Pink-Floyd-Coverband „Us & Them“.

Für den Konzertabend ernteten die drei Musikgruppen den Applaus der rund 80 Kirchenbesucher. Sie konnten bei der ökumenischen Veranstaltung von evangelischer Kirche und katholischem Jugendzentrum aber auch einen neuen Fan gewinnen: Pfarrer Gebhard Müller, selbst Gitarrist, verfolgte jede Minute des Konzerts aufmerksam.

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