Gemeindebrief 73 erschienen – Respekt

Gemeindebrief 73 - RespektDer aktuelle Gemeindebrief wird in den kommenden Tagen in den Haushalten unserer Gemeindeglieder verteilt. Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist dieses Mal “Respekt”

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Respekt – so lautet das Schwerpunktthema dieser Ausgabe des Briefes an die Gemeinde.

Schlägt man zur Begriff sklärung in der allgemein bekannten Wikipedia-Enzyklopädie nach, heißt es dort: „Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“, auch respecto „zurücksehen, berücksichtigen“)bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht, etwa vor einer Gottheit.“

Dieser Angedacht-Text entstand in den Tagen nach der Bundestagswahl im September und in meinen Ohren klingen die Worte von Alexander Gauland nach: „Wir werden sie jagen. Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen.“ Und als Frau Nahles von der SPD am darauffolgenden Mittwoch gefragt wurde, wie sie die letzte Kabinettssitzung als Arbeitsministerin empfunden habe, sagte sie wörtlich: „Ein bisschen wehmütig, aber ab morgen kriegen sie in die Fresse.“

Sieht so Respekt aus? Sieht so Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen aus? Ich könnte unzählige weitere Beispiele von fehlendem Respekt aus unserem Gesellschaftsleben in den Print – oder Socialmedia und auch aus meinem eigenen Arbeitsalltag. aufzählen. Lehrer/innen, Polizistinnen und Polizisten, die Kassiererin an der Supermarktkasse, die Autofahrer im Straßenverkehr können weitere Lieder davon singen.

Wie können WIR dieser Verrohung widerstehen? Unser Glaube schenkt uns da für den Alltag eine Hilfe. „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.“ (1.Mose 1, 27a) Für mich eine Handlungsanweisung für ein respektvolles Miteinander. In jedem Menschen das Wertvolle, das Göttliche sehen, verbietet einen respektlosen Umgang. „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob“ (Röm 15,7), dies soll unser Tun im Alltag bestimmen.

Vielleicht trauen wir unserem Glauben zu wenig zu, vielleicht lassen wir ihn in unserem Alltag zu wenig zu Wort kommen. Eine Hilfestellung für einen respektvollen Umgang ist er allemal.

Gebhard Müller

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