Gemeindebrief 72 erschienen – Haben und Sein

Gemeindebrief 72Der aktuelle Gemeindebrief wird in den kommenden Tagen in den Haushalten unserer Gemeindeglieder verteilt. Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe ist dieses Mal “Haben und Sein”

Sie haben den “Brief an die Gemeinde” nicht erhalten? Dann melden Sie sich bitte im Gemeindebüro, damit Ihre Adresse überprüft werden kann. Sie finden den aktuellen Gemeindebrief aber auch in den Informationsständern unserer Kirchen oder hier als Download.

Wenn Sie sich das Cover dieser Ausgabe des Briefs an die Gemeinde anschauen, fragen Sie sich vielleicht: Was soll das? Was soll es, „haben“ und „sein“ durch die Personen zu konjugieren?

Es geht natürlich um das Schwerpunkt-Thema dieses Gemeindebriefs. Die beiden Verben „haben“ und „sein“ stehen für zwei unterschiedliche Lebensperspektiven. „Haben“ und „Habenwollen“ ist der eine Pol – „Sein“ und „Seinwollen“ ist der andere Pol, zwischen denen wir uns bewegen. Was prägt mein Leben mehr und worüber definiere ich mich: über die Anhäufung von Besitz oder über das, was ich erlebe? Ich könnte auch sagen: Was ist mir wichtiger: Lebensstandard oder Lebensqualität?

Es gibt sicher Situationen, in denen ich mich zwischen „Haben“ und „Sein“ entscheiden muss. Aber im Alltag unseres Lebens ist beides wichtig und die Frage stellt sich eher als eine Setzung von Prioritäten. Ich bewege mich zwischen zwei Polen und die Frage ist, was mir jeweils wichtiger ist. – Deshalb haben wir das Schwerpunktthema auch nicht „Haben oder Sein“ genannt, sondern „Haben und Sein“.

Das Thema ist vielschichtig. Es geht nicht nur um meinen Umgang mit Materiellem. Für mich hat das Thema viel mit meinem Umgang mit Zeit zu tun. „Ich habe nicht genug Zeit. – Wie schaffe ich es, noch mehr Termine und Vorhaben in der mir zur Verfügung stehenden Zeit unterzubringen? Ich bin mit meinen Gedanken immer schon beim Nächsten, was auf mich zukommt.“ Das ist die „Haben-Perspektive“. Die Alternative: „Ich mache das, was ich gerade mache, ungeteilt und ganz. –

Wenn ich stehe, dann stehe ich – wenn ich gehe, dann gehe ich – wenn ich sitze, dann sitze ich – wenn ich esse, dann esse ich – wenn ich zuhöre, dann höre ich zu – und wenn ich spreche, dann spreche ich.“ Das ist die „SeinsPerspektive“. Ich pendele oft zwischen diesen Perspektiven hin und her: Multi-Tasking und Achtsamkeit.

Was verbinden Sie mit diesem Thema: „Haben und Sein“? In dieser Gemeindebriefausgabe gibt es dazu Anregendes und Nachdenkenswertes.

Ihr

Pfarrer Thorsten Schmitt

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.